Amalgam als Füllungsmaterial ist in den letzten Jahren sehr kontrovers diskutiert worden. Aus Amalgamfüllungen wird Quecksilber freigesetzt. Diese Belastung liegt allerdings weit unter den von der Weltgesundheitsbehörde genannten zulässigen Grenzwerten. Der Glaube, dass man nach einer Amalgamausleitung gesund und quecksilberfrei lebt ist ein Irrglaube, da man täglich auch Quecksilber aus der Luft einatmet und zusätzlich Quecksilber mit der Nahrung aufnimmt. Einen besonders hohen Quecksilbergehalt haben dabei Fische. Auf die Amalgamfüllungen zurückgeführte Erkrankungen können durch eine Entfernung der Füllungen also strenggenommen gar nicht verschwinden, es sei den es handelt sich entweder um eine Allergie auf Füllungsbestandteile(dies können aber nur Kontaktallergien sein also an Mundschleimhaut, Zunge oder Wange) oder es wirkt ein Placebo-Effekt. Placebo-Effekte wären aufgrund der Diskussionen der letzten Jahre ja auch durchaus verständlich, sind aber wahrlich kein Beweis für eine Schädlichkeit. Allergien auf Amalgam-Bestandteile sind wiederum extrem selten, und weitaus seltener als auf Kunststoff-Bestandteile, welches häufig als günstiger Amalgamersatz eingesetzt wird. Der aus Amalgamfüllungen freigesetzte Quecksilberanteil kann nämlich durchaus geringer sein als der sonst aufgenommene, was demnach höchstens eine Linderung ermöglichen würde. Allerdings trägt das Amalgam - zusätzlich zu dem aus der Nahrung und dem Trinkwasser aufgenommenen Quecksilber - zur Schwermetallbelastung des Körpers bei. Dennoch ist es, nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Diskussion, der besterforschte Füllungswerkstoff und zahlreiche (weit über 200) seriöse wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass von Amalgam keine Gesundheitsrisiken ausgehen. Sicherheitshalber sollten auf neue Amalgamfüllungen dennoch einige Peronen verzichten : Menschen mit nachgewiesener Quecksilber- beziehungsweise Amalgamallergie (sehr selten), Kinder bis sechs Jahre (Milchgebiss), Schwangere und Menschen mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion und Patienten, die bereits andere Metallegierungen im Mund haben, wie zum Beispiel Edelmetallinlays oder -kronen (im direkt angrenzenden Bereich). Fazit : Alles in allem wird ein günstiges, langlebiges Füllungsmaterial schlechter gemacht als es ist. Es ist sehr langlebig, nur Gold-Inlays halten länger (sind jedoch wesentlich teurer), alle anderen günstigen Alternativen haben eine wesentlich kürzere Lebensdauer und/oder haben nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ein höheres Allergie-Risiko (Kunststoff-Allergien; auch Keramik wird mit Kunststoff eingesetzt). Wenn man eine zusätzliche Quecksilberbelastung neben der natürlichen, welche man nicht vermeiden kann nicht will (was prinzipiell verständlich ist), muss man aber genau über die Alternativen Bescheid wissen, über die (und vor allem deren Nachteile) viel zu selten aufgeklärt wird. ... siehe auch Füllungsmaterialien Entscheidungshilfe Und ganz ehrlich - alle unsere Vorfahren hatten eine Menge Amalgamfüllungen im Mund, es gab außer Gold nichts anderes, es sind wohl eher Medienhysterie und Geschäftsinteressen welche die Diskussion prägen. Amalgam hält lange, kostet wenig und demnach kann auch keiner daran viel verdienen; an Kunststoff und Keramik sowie Amalgamausleitungen etc. allerdings schon - dies ist auch der Grund warum außerhalb der wissenschaftlichen Welt kaum jemand dieses Material verteidigt ! So wird immer gesagt Keramik-Inlays hätten kein Allergierisiko, sie werden allerdings mit Kunststoff eingesetzt, welcher das mit Abstand höchste Allergierisiko aller Dental-Werkstoffe hat... ...dies erwähnt dann doch eher selten jemand... weiterführende links : Artikel im Spiegel : Amalgam-Studie gibt Entwarnung (5.4.2008) Patienteninformationen zu Füllungsmaterialien der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn, Mund und Kieferheilkunde) Patienteninformationen zu Amalgamfüllungen der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn, Mund und Kieferheilkunde)
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