Bei den Alternativen muss man unterscheiden ob es sich um eine erstmalige Wurzelbehandlung oder eine Wiederholungsbehandlung (Revision) aufgrund des Misserfolges der ersten Wurzelbehandlung handelt. Alternativen bei erstmaliger Wurzelbehandlung Bei einer notwendigen erstmaligen Wurzelbehandlung gibt es aufgrund der bakteriellen Entzündung nur eine echte Alternative nämlich die Zahnentfernung (Extraktion). Dies gilt auch dann, wenn der Zahn keine Beschwerden macht, da bei nachgewiesenem Befalll des Nervengewebes (Kältetest, Röntgenbild) kein Ausheilen der Entzündung möglich ist (bei Zähnen im Gegensatz zu vielen anderen Regionen des Körpers) . Diese bakterielle Entzündung kann sich ausbreiten, und im ungünstigsten Fall auch andere Körperregionen befallen ! Dies bedeutet, die Entzündung muss beseitigt werden, und das geht nur entweder mit einer Wurzelbehandlung oder mit dem Ziehen des Zahnes. Auch sollt man eine Wurzelbehandlung nicht gegen des Rat des Zahnarztes zu lange hinausschieben, da auch hier die Gefahr besteht, daß sich die Entzündung ausweitet. Dies bedeutet zwar in der Regel nicht, daß in relativ kurzer Zeit andere Körperregionen befallen werden (was glücklicherweise sehr selten ist), sehr wohl aber daß es unter anderem zur Bildung eines (sehr schmerzhaften) Abszesses kommen kann. Die unangenehmste Folge wenn man (oft aus Angst) Wurzelbehandlungen aufschiebt ist, daß sie dann häufig aufgrund der nun größeren Entzündungsausbreitung schwieriger und schmerzhafter werden, sowie eine schlechtere Erfolgsprognose haben ! Allgemein muss man bei Wurzelbehandlungen keine Schmerzen haben, man sollte aber bedenken, daß die Wirkung der Spritze bei starker Entzündungsausdehung geringer ist (aufgrund des veränderten pH-Wertes). Bevor man sich aus Angst vor einer Wurzelbehandlung zur Zahnentfernung enschließt sollte man auch bedenken, daß die entstandene Lücke danach mit Zahnerstz versorgt werden sollte, was einen teils erheblichen finanziellen und zeitlichen Aufwand bedeutet. |